Speicherofen · Funktion und Vorteile

In diesem Video stellen wir die unterschiedlichen Ofentypen vor, erklären die Funktion des Speicherofens und zeigen seine Vorteile auf. Außerdem räumen wir mit ein paar Mythen auf, die sich um den Speicherofen ranken. Und natürlich zeigen wir die Funktionsweise des rondolino, die ihn von allen anderen Öfen unterscheidet: schnelle Wärmeabstrahlung bei langer Speicherzeit.

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Speicherofen · der bessere Ofen?

Zwei Ofentypen · Speicherofen und Dauerbrandofen

Grundsätzlich gibt es zwei Ofentypen, nämlich den Dauerbrandofen und den Speicherofen.

Zu den Dauerbrandöfen zählen die ganzen handelsüblichen Kaminöfen, die sogenannten Warmluftkachelöfen und die Heizkamine.
All diese Öfen funktionieren nach dem Prinzip, dass an einem sehr heißen Metallkörper Luft vorbei zirkuliert und über Konvektion erwärmt wird.

Im Gegensatz dazu heizt der Speicherofen mit Strahlungswärme. Dabei überträgt die Infrarotstrahlung die Wärme direkt von einer warmen Oberfläche auf die Körper im Raum.

Warum ist der Speicherofen der bessere Ofen?

Ein Speicherofen besteht grundsätzlich aus einem Feuerraum, in dem das Holz verbrannt wird und einem nachgeschalteten Wärmespeicher mit einem Zugsystem, in dem den Rauchgasen die Energie entzogen wird, bevor sie in den Schornstein gelangen.

Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass der Speicherrufen die Energie, die durch den Abbrand entsteht, auf relativ lange Zeit verteilt. Das heißt, wir heizen eineinhalb bis zwei Stunden, haben aber acht bis zwölf Stunden Wärme, je nach Bauweise des Ofens.

Ein kurzer Abbrand bei optimaler Verbrennung bedeutet weniger Holzverbrauch, dadurch

  • weniger Asche,
  • weniger Abgase und insgesamt
  • weniger Aufwand.

Speicherofen ≠ Speicherofen

Nicht jeder Ofen, der Speicherofen beworben wird, ist auch ein Speicherofen.
Er muss vor allem nach der sogenannten Speicherofennorm DIN EN 15250 geprüft sein.
Diese europäische Norm gilt für handbeschickte Einzelraumfeuerstätten mit Wärmespeicherung, die Wärme innerhalb einer angegebenen Zeit abgeben, nachdem das Feuer schon erloschen ist.

Speicherofen ≠ Grundofen

Grundofen und Speicherofen werden oft synonym verwendet. Richtig ist, dass jeder Grundofen zwar ein Speicherofen ist, aber nicht anders herum.

Laut Bundesimmissionsschutzverordnung ist ein Grundofen eine Einzelraumfeuerungsanlage, als Wärme Speicherofen aus mineralischen Speichermaterialien, die an Ort und Stelle handwerklich gesetzt werden. (1. BimSchV Abschnitt 1 §2 13.)

Wir haben unsere modernen Speicheröfen aus dem traditionellen Grundofen entwickelt.

Als Grundofen werden auch Öfen bezeichnet, die eine rostlose Feuerung haben, bei denen das Holz also auf einer Grundplatte im Aschebett verbrennt. Die Asche wird restlos ausgebrannt.
Dadurch müssen wir nicht wie beim Kaminofen alle paar Tage, sondern nur alle vier bis sechs Wochen die Asche rausholen.

Und übrigens, dass ein Speicherofen zwangsläufig erst Stunden nach dem Anfeuern heizt, eine keramische Oberfläche hat, nicht freistehend oder immer fest mit dem Gebäude verbunden ist, stimmt nicht.

Warum ist der rondolino der bessere Speicherofen?

Das weitverbreitete Gerücht, dass ein Speicherofen zwangsläufig erst Stunden nach dem Anfeuern Wärme abgibt,
trifft auf den rondolino nicht zu.
Durch die kompakte Bauweise und unsere spezielle Speichermasse beginnt der Rondolino bereits ca. 30 Minuten nach dem Anheizen mit einer effizienten Wärmeabgabe. Fast so schnell wie ein Kaminofen. Dabei speichert er die Wärme für mindestens 8 Stunden. Fast so lang wie ein Kachelofen.

Metall selber speichert zwar schlecht, leitet dafür aber gut. Der Metallmantel hat den Vorteil, dass wir eine relativ schnelle Wärmeübertragung haben und er sorgt garantiert für eine dichte Oberfläche des Ofens.

Der rondolino basiert auf einem modularen System, mit dem der Ofen flexibel an den jeweiligen Heizbedarf angepasst werden kann. Denn je höher wir den Ofen bauen, desto mehr Heizleistung bringt er.

Wie funktioniert der rondolino

Hier am aufgeschnittenen Modell kann ich euch das Funktionsprinzip am besten erklären.

Die Feuerraumwand besteht aus Speichermasse und ist ca. 7,5 cm dick. Das heißt, hier wird schon Energie gespeichert. Dadurch werden die hohen Temperaturen für einen sauberen Abbrand erreicht.

Im Feuerraum muss für eine gute Verbrennung gesorgt werden. Wenn Sie den Luftschieber öffnen, tritt Luft ein, wird in der Türzarge verteilt. Ein Teil der Luft geht als Scheibenspülung an der Innenseite der Scheibe als Primärluft direkt ins Glutbett. Ein anderer Teil wird oben als Sekundärluft zur Nachverbrennung eingeleitet.
Die Rauchgase, man kann sie ja auch noch Holzgase nennen, da noch viele unverbrannte Bestandteile drin sind, werden in der Nachbrennkammer mit der Sekundärluft nachverbrannt.
Die Temperaturen liegen dabei sehr hoch, bei 700 bis 750° Celsius, wodurch sich der Schadstoffanteil wesentlich reduziert.

Danach gelangt der Rauch in das Zugsystem, wo die Heizgase abgebremst werden und durch steigende und fallende Züge umgelenkt werden. Hier wird die restliche Energie auf die Speichermasse des Ofens übertragen.
Grundsätzlich gilt, je niedriger die Abgastemperatur am Schornstein eintritt ist, desto höher ist der Wirkungsgrad des Ofens.

Ein offensichtliches Merkmal unserer Öfen ist die runde Form. Sie hat den Vorteil, dass sich die Energie gleichmäßig auf die gesamte Ofenoberfläche überträgt. Es gibt also keine kälteren Ecken und heißen Mittelfelder; der Ofen strahlt die Wärme gleichmäßig ab.

rondolino · das Original

Der rondolino war der erste moderne Speicherofen und ein ziemliches Nischenprodukt, als er 1997 auf den Markt kam. Schaut man sich den aktuellen Ofenmarkt an, ist der rondolino technisch gesehen der Vorreiter der effizienten Holzöfen und hat den Stil optisch, schlicht und rund, eindeutig geprägt.

Den rondolino montieren wir innerhalb von 2 bis 3 Stunden ohne eine große Baustelle und ohne Staub. Ihr könnt den Ofen aber auch selber aufbauen und bei einem Umzug einfach in Einzelteilen wieder mitnehmen.

Unsere Öfen stellen wir nach wie vor handwerklich und in einer kleinen Serie in unserer Manufaktur bei Regensburg her.